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Tee ist nicht nur beim Fasten gut !

  • Bauchspeicheldrüse: Wegwarte, Mistelkraut
  • Blut: Brennessel
  • Galle: Brennessel, Löwenzahn, Pfefferminz, Ringelblume, Wegwarte 
  • Herz: Weißdorn
  • Kreislauf: Melisse, Mistelkraut
  • Leber: Brennessel, Löwenzahn, Pfefferminz 
  • Lunge: Linde 
  • Magen: Eisenkraut, Wegwarte 
  • Milz: Wegwarte 
  • Niere: Melisse 
  • Weibliche Organe: Frauenmantel

 

Die aktuelle Teeseite

Heilkräuter und Unkräuter
Warum hat der liebe Gott so viel Unkraut erschaffen, dass man immer geplagt ist mit Jäten? Gewiss nicht aus Leidwerkerei; sämtliche Unkräuter sind nämlich Heilkräuter. Der liebe Gott hat sie daher überall dem Menschen in den Weg gestreut, dass er gern oder ungern sie immer zur Hand habe. Selbst Katz und Hund wissen das und fressen immer von Zeit zu Zeit Gras.
Auszug aus "Chrut und Uchrut" von Kräuterpfarrer Johann Künzle.


Die Königskerze 


Der Spitzwegerich 
 

Der Ozontee
Margrets Mischung*

Ozontee wächst natürlich nicht auf der Wiese. 
Diese Kräutermischung muss man selber machen.

Alle reden vom Ozon. Wir trinken Tee. Nicht nur im Winter zum Aufwärmen, auch an heißen Sommertagen kühl, zum Kühlen ist er ideal. Er hilft aber noch weiter: er entgiftet. 
Wir sitzen viele Stunden vor unserem Computer oder arbeiten am Kopierer. Dabei sind wir vom Atemgift Ozon bedroht. 
Vier einheimische Pflanzen aus Wiese und Wald halten unsere Schleimhäute feucht und geschmeidig. Aussehen oder Standort beraten uns. 
 

Heilwirkung 
Der Spitzwegerich ist das klassische Hustengras. Seine kühlen Blätter wirken regenerierend auf die Bronchien. Jetzt im Frühjahr treiben sie allerorten aus dem Boden heraus. Wir gehen gleich einsammeln. 

Mit den getrockneten Blüten der anderen drei kann schon Tee gekocht werden. Die Königskerze oder Wollblume blüht in der glühenden Augusthitze. Sie muss sich auf kargen Böden vor Austrocknung schützen. So bildet sie Schleimstoffe aus, die sich auch schützend auf unsere Schleimhäute legen und ein Vordringen des Ozon in tiefere Schichten der Bronchien verhindern. 

Auch die wilde Malve blüht in der Sonnenhitze. Ihre bläulich bis rosaroten Blüten enthalten Pflanzenschleim, der einhüllend und reizmildernd wirkt. Einsammeln von Juni bis August. 

Nun fehlt nur noch das "Sängerkraut", der Odermenning. Die gelben Blüten wirken entgiftend, stützen die Leber. Er enthält Gerbstoffe, die die Stimmbänder straffen und ist wie grüner Tee zellerneuernd und stimuliert den Immunapparat ganz sanft. 
 

Ernte und Aufbereitung: 
Von der Königskerze und der Malve nehmen wir die Blüten ab, sobald sie anfangen sich zusammenzuziehen. Beim Odermenning werden die oberen Blütenrispen geerntet. Einen Faden durch den Stiel ziehen und kopfüber trocknen lassen. 
Der Spitzwegerich wird aus der Blattrosette gezupft, getrocknet und dann fein geschnitten. 

Teebereitung:
Diese vier Teedrogen zu gleichen Gewichtsanteilen mischen. Pro Tasse 2 Teel. mit kochendem Wasser aufgießen, zugedeckt 5 bis 7 min ziehen lassen. Einige Tropfen (Rosen-)Honig zugeben. 

Der besondere Tipp:
Spitzwegerich ist das Wundkraut per se. Für Schürf- und Kratzwunden oder bei Insektenstichen wird es frisch abgezupft, mit den Fingern zerquetscht und auf die Wunde gelegt. Der Pflanzenbrei kühlt und wirkt entzündungswidrig. Da Spitzwegerich ein natürliches Antibiotikum ist, besteht auch keine Gefahr sich zu infizieren, weil die Pflanze nicht ganz sauber sein könnte. 

* aus dem Buch: Heilmittel der Sonne von Margret Madejske und Olaf Rippe
 
 


Das Johanniskraut
Hypericum perforaticum

An Johanni, dem 24. Juni, steht das Johanniskraut in voller Blüte. Die fünf goldgelben, sternförmigen Blütenblätter haben in der Mitte einen Tuff aus langen Staubbeuteln. Die Legende sagt, dass es ein Zaubermittel gegen Dämonen ist und den Blitzeinschlag verhindert, wenn man ein Büschel davon in den Speicher hängt.

Es gibt auch Gartenzüchtungen, mit besonders großen Blüten, die nicht unbedingt, die gleiche Heilwirkung haben wie die wilde Pflanze. "Hartheu" wie das Johanniskraut aufgrund seiner harten Stängel auch genannt wird, wächst aufrecht auf trockenen Böden an Weg- und Waldrändern. Die wilden Samen können im Garten kultiviert werden.

Heilwirkung
Johanniskraut regt die Drüsen der Verdauungsorgane an, auch Galle und Leber. Gegen das Licht gehalten, erscheinen Blüten und Blätter hell gepunktete, wie perforiert, daher kommt auch der lateinische Name, perforaticum. Diese hellen Pünktchen sind Öldrüsen, die den roten Farbstoff Hypericin enthalten. Zerreibt man ein Blütenköpfchen oder Blätter mit den Fingerspitzen, so sieht man das rote Öl. Man schreibt ihm energiespendende und beruhigende Wirkung zu. Es stärkt die Nerven und beeinflusst depressive Zustände sehr positiv. Nach einer Sechs-Wochen-Kur ist eine deutliche Aufhellung der Stimmungslage bei leicht depressiven Menschen zu erkennen. 

Ernte und Aufbereitung:
Das vollerblühte Kraut - Ende Juni hat es den höchsten Wirkstoffgehalt - kurz über dem Boden abschneiden, bündeln und im Dunklen zum Trocknen aufhängen. Die nicht verholzten Teile klein schneiden und in Dosen aufbewahren .

Teebereitung:
Pro Tasse 1 gehäufter Teel. Johanniskraut mit kochenden Wasser überbrühen und 3 bis 4 min ziehen lassen. Je länger die Blätter und Blüten ziehen, desto bitterer schmeckt der Tee. Ein wenig Honig sei gewährt. Eine Winterkur, gegen die Depression, ist sehr hilfreich. Im Sommer sollte man den Tee nicht kurmäßig anwenden, da Johanniskraut lichtempfindlich macht. Ein oder zwei Tassen gelegentlich bewirken das sicher nicht.

Extra-Tipp: 
Wenn nicht gefastet wird, aber eins dieser unvorhersehbaren Stimmungstiefs auftritt, die oft nur ein bis zwei Tage dauern, ist es hilfreich, sich mit einem Anti-Depri-Tee wieder fit zu machen. Außer, du ziehst es vor, die Decke über den Kopf zu ziehen und im Halbdunkel deines Bettes über den Sinn des Lebens zu grübeln. Wenn nicht, dann überbrühe 1-2 Teel. Johanniskraut mit 1 l kochendem Wasser. Gib nach 2 min 1-2  Teel. Grünen Tee dazu. Lass noch weitere 2 min ziehen. Abgießen. Diesen goldgrünen Tee über den Tag verteilt trinken. Schadet auch im Sommer nicht. 
 

Johanniskraut-Rotöl:
Das Johanniskraut-Rotöl, hilft bei verschiedenen Beschwerden. Paracelsus meint, dass es ein besseres Mittel zur Wundheilung gar nicht gäbe. Kneipp preist das Rotöl als Einreibemittel gegen Schwellungen, Hexenschuss und „Gichtverenkungen“ Es hilft bei Hautproblemen, Sonnenbrand , Verbrennungen und Rheuma. Es ist auch innerlich bei Depression und Nervenschwäche anzuwenden. 
 

Zubereitung des Öles
Frische Blüten werden in ein kleines Marmeladenglas locker eingefüllt und mit gutem Oliven- Sonnenblumen- oder Distelöl aufgegossen. Einige Wochen in die Sonne stellen, bis es sich kräftig rot färbt. Mein Lehrer in Heilpflanzenkunde sagte immer: Jedes mal wenn du an dem Glas vorbeikommst, schüttelst du es ein wenig. Jedoch mindestens einmal am Tag. Das Öl durch ein feines Tuch in ein dunkles Apothekerglas filtern und verschließen. Es hält bis zum nächsten Juni oder auch länger. 
 

Die Brennessel
Urtica dioica
 
 


 

Das pflanzliche Michaelsschwert, ist nicht nur blutreinigend, sondern auch blutbildend, da es Eisen enthält. Nach einer vierwöchigen Brennessel-Teekur im Frühling fühlt man sich gestärkt und verjüngt.

Mit der Brennessel kann man Rheuma und Gicht heilen. Der Harnsäurewert pendelt sich ein. Durch ihre entwässernde Wirkung reinigt die Nessel Nieren und Darm, sie regt die Leberfunktion und den Gallenfluss an. Auch bei degenerativen Gelenkserkrankungen ist sie zu empfehlen. Wie bei allen Heiltee-Kuren nur 3 – 6 Wochen täglich 1 - 2 Tassen trinken. 

Das einfache ist oft das Wirksame, 
Das Milde ist oft das Starke,
Das Einfühlsame ist oft das Nachhaltige, 
Das Natürliche ist oft das Erfolgreiche.

Ernte und Aufbereitung
Pflücken am besten in den Monaten Mai bis Juli am frühen Morgen, wenn noch Tau auf den Pflanzen liegt. Mit Handschuhen und Schere geht es recht gut und schmerzfrei. Wer allerdings gleich beim Pflücken etwas für die arthrischen Finger tun will, der soll mit bloßen Händen mutig angreifen. Die Nessel sollte im Halbschatten getrocknet oder gedörrt werden, indem man sie bündelt und auf einer Leine zum Trocknen aufhängt. Die alte Weisheit von Maria Treben, einer Kräuterfrau: In jedem Haushalt muss eine Wäscheleine und eine Kräuterleine vorhanden sein

Teebereitung
Pro Tasse, damit ist immer ¼ l gemeint, werden 1- 2 Teel. des  getrockneten Krautes mit kochendem Wasser aufgebrüht, 5 min ziehen lassen. Wie jedes Heilkraut kann die Brennessel frisch verwendet werden. Man benötigt dann ungefähr die dreifache Blattmenge. Die abgeseihten Blätter finden als Gartendünger oder auf dem Kompost Verwendung.

Verwendung in der Küche
Aus jungen Pflanzen kann Brennessel-Spinat gekocht werden. Ich gebe zum Spinat etwa 1/4 bis 1/3 Brennesseln und gare das Gemüse miteinander, schmecke mit Pfeffer, Salz, Muskat und evtl. Rahm ab. Der Spinat bekommt durch die Brennessel einen viel feineren und milderen Geschmack. Als Petersilienersatz sind sie in Suppen, Soßen, Getreideküchlein und Ragouts allseits verwendbar. 

Für den Naturschutz
Brennesseln gehören in jeden Garten. Sie dienen den Raupen des „Kleinen Fuchses“ und des „Tagpfauenauges“ als spezielle Nahrung. Die bunten Schmetterling erfreuen jeden Menschen. Außerdem sind sie wie die Beinwellblätter ein fantastischer Mulch, weil sie ständig nachwachsen.

Die Heilwirkung 
Die Brennessel wirkt positiv auf das Blut, die Leber und die Galle. Sie entwässert und ist damit gut für die Niere und den gichtisch-rheumatischen Formenkreis. 

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