Weihnachten steht vor der Tür. Die Engelein haben schon ein wenig Schnee verstreut und du weißt vielleicht noch gar nicht was du deinen Lieben zum Fest kochen sollst. 

Widme dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen. 

Dalai Lama 
Brigittas Download-Rezept für frohe weihnachtliche Genießertage 2001

Nach alter Tradition gibt es an Weihnachten Geflügel oder Fisch. Welche Gaumenfreude könnten sich die vegetarisch orientierten Zeitgenossen ausdenken? Sie knabbern an Weihnachten sicher nicht frustiert an Maiskolben. Ich denke gern an mein schottisches Jahr - da entstehen dann Kochideen, die an die Rezepte von Rose Elliot angelehnt sind.

Dieses Weihnachtsmenü ist für 8 Personen gerechnet.

Winter-Salat an gebackenem Crowdie 
Die bitteren Wintersalate sind schwer zu finden. Aus dem Radicchio, dem Chicorée, dem Rucola hat man uns die leberfreundlichen Bitterstoffe herausgezüchtet. Doch gerade das Bittere regt den Gallenfluß an und macht die Fette leichter verdaulich. 

1 Kopf Radicchio
2-3 Chicorée
1 Bund Rucola
4 Teel. Weinessig, 4 Eßl. Nußöl, 1 Teel. grüner Dijonsenf
200 g Crowdie (schottisch-vegarischer - ohne tierisches Lab - hergestellter Frischkäse)
8 Scheiben Nußbrot
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Salate waschen, auf einem Küchentuch abtropfen lassen und alle Teller zur Hälfte dekorativ damit auslegen. Eine Salatsoße aus Essig, Öl und Senf schlagen und darübertröpfeln. Das Nußbrot leicht toasten, den Käse in acht Scheiben teilen und auf das Brot legen. Für einige Minuten in den heißen Backofen schieben und anschmelzen lassen. Leicht pfeffern.
Sofort auf die vorbereiteten Teller geben und servieren. 

Paranussbraten im Blätterteigmantel 
500 g Blätterteig tiefgekühlt
1 Eiweiß, 1 Eigelb

Zutaten Nussbraten: 
2 große Zwiebeln fein gehackt
50 g Butter
500 g Paranüsse gemahlen
250 g Brotkrümel (aus entrindetem Weißbrot selbst hergestellt)
1 Teel. Kräuter der Provence
Saft einer halben Zitrone
evtl. 1 Ei
1/2 Teel. Gewürzmischung aus Muskatnuß, Ingwer, Zimt, Nelken, Pfeffer (alles gemahlen) 

Zutaten Füllung:
150 g Weißbrotkrümel
100 g Dinkelbrotkrümel
1 kleiner Bund Petersilie, einige Zweige Basilikum gehackt 
abgeriebene Zitronenschale 
Saft einer halben Zitrone
je 1/2 Teel. Oregano und Thymian
1 kleine geriebene Zwiebel
ca. 75 g Butter 

Alle Zutaten vorbereiten. Das Brotkrümeln beansprucht etwas Zeit!
Den Blätterteig auftauen lassen und den Ofen auf 200° C vorheizen / Umluftherd auf 180° C. Die beiden Zwiebeln in der Butter weichdünsten. Vom Herd nehmen und die restlichen Zutaten für den Nußbraten daruntermischen. Es ergibt eine weiche, leicht gebundene Masse. Die Blätterteigplatten auf dem bemehlten Backbrett zu doppelter Größe rollen, aufeinanderlegen und dann zu einem Rechteck von 30 x 40 cm  ausrollen. Die trockenen Zutaten für die grüne Füllung mischen, den Zitronensaft dazugeben und die Butter unterkneten. Eine Rolle von knapp 30 cm Länge formen. 1/3 der Nußbratenmischung in die Mitte des ausgerollten Blätterteiges legen; die grüne Rolle daraufsetzen und die restliche Nussbraten-Mischung gleichmäßig anhäufen. Erst die Teigränder von den Schmalseiten hochschlagen, dann die Breitseiten darüberklappen. Evtl mit etwas Eiweiß einstreichen, damit der Teig zusammenklebt.

Ein Backblech mit kaltem Wasser besprenkeln und die Teigrolle mit der Nahtstelle nach unten auf das Blech legen. In die Oberseite des Teiges einen Weihnachtbaum einritzen, zwei Dampflöcher einstechen. Aus Teigresten einige Sterne ausstechen und mit Eiweiß auf den Teig kleben. Das Eigelb mit etwas Milch verquirlen und den "Nussbraten" bestreichen. In 30 - 40 Minuten goldbraun und knusprig backen. Vor dem Anschneiden 10 Minuten ruhen lassen. 
 

Nußrosenkohl und Maronen 
1,5 kg Rosenkohl
2 Gemüsebrühwürfel
1 Glas (300g) eingelegte ganze Maronen = Eßkastanien
50 g Haselnüsse

Den Rosenkohl putzen, waschen. Große Röschen halbieren, kleine ganz lassen und in wenig Wasser nur 2 - 4 Minuten dünsten. Von der Herdplatte ziehen und im eigenen Saft fertiggaren lassen. Die Maronen unter den Rosenkohl mischen und heiß werden lassen. 30 g Haselnüsse blättrig schneiden und in der trockenen Pfanne rösten. Das Gemüse in eine vorgewärmte Schüssel füllen. Einige Eßl. des Gemüsefonds mit Muskatnuß und Pfeffer abschmecken und darübergießen. Die Haselnußblättchen darüberstreuen und servieren. 

Paprikasauce
4 rote Paprikaschoten
6-8 Knobauchzehen
Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Die Paprikaschoten vierteln, Stiel entfernen; im Topf mit Wasser bedecken und weich köcheln lassen. Die Paprikaschoten herausnehmen. Den Kernbutzen ins Kochwasser zurückgeben. Die Paprikastücke im Mixer mit dem grob geschnittenen Knoblauch pürrieren. Etwa 1/3 bis 1/2 l der durchgeseihten Kochflüssigkeit dazugeben. Die sämige Masse in einen sauberen Kochtopf füllen und mit Salz, Pfeffer, evtl. Rosenpaprika abschmecken. Nochmal erhitzen, doch nicht mehr kochen. 

Apfeleis mit Johannisbeersauce
500 g Boskop entkernen, schälen 
mit 2-3 Eßl. Zucker und 2 Eßl. Wasser 
600 ml Sahne 
1 Glas schwarze Johannisbeerkonfitüre
bis zu 1/8 l Johannisbeersaft

Äpfel mit Zucker und Wasser weich kochen. Die zerfallenenen Äpfel evtl. kurz abtropfen lassen. In den Mixer geben und pürrieren. Für die zartgrüne Farbe einige Tropfen grüne Lebensmittelfarbe dazugeben. Abkühlen lassen. Kosten, ob es süß genug ist. Die Schlagsahne steif schlagen und unter das Apfelpürree ziehen. In eine Plastikschale füllen, einige Zeit anfrieren lassen, dann nochmals kräftig durchschlagen und durchgefrieren lassen. Vor dem Servieren im Kühlschrank einige Zeit auftauen lassen. Ein Glas schwarze Johannisbeerkonfitüre in einen Topf schütten. Etwas Johannisbeersaft dazugeben und alles heiß werden lassen. Mit dem Mixstab leicht pürrieren. 

Aus dem Eis Kugeln formen, auf Glasteller legen und mit ein paar Apfelschnitzchen garnieren. Sauce in einem Krüglein extra servieren.
 

Eure Brigitta 
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Alle Rezepte im Überblick:
  • August 2005: Traditioneller Apfelstrudel
  • Frühling 2005: Sauerkrautsalat "Liebe Base" und panierte Tofuscheiben
  • Winter 2003/2004: Gemüse Curry, Linsensuppe, gedämpfter Reis
  • Sommer 2003: Stachelbeerkuchen
  • Juni/Juli 2003: Erdbeermenü
  • Ostern 2003: Farbige, wohlschmeckende, gesunde Ostereier
  • Fasching+Fasten: Gemüse-Muffins, würzig und saftig
  • Weihnachten 2002: Heiße Schokolade - Blütentee - Kaffee - Gewürzpunsch
  • Herbst 2002: Rot-gelber Rüben-Salat, Heißes Spinatbrot
  • Sommer 2002: Edelgestreiftes  Früchterondell  im  Grießflammeri  auf Mürbteig 
  • Gemüsefrühsommer 2002: Bulgarisches Salatnest, Blumenkohl-Brokkoli-Auflauf mit bayerischem Mandelkren
  • Wundervolle Gemüsetage 2002:Gebackene Süßkartoffeln mit Hot-Curry-Sauce, Sauerkraut-Konfetti-Salat, Exotische Karoffelsuppe 
  • Frohe weihnachtliche Genießertage 2001: Winter-Salat an gebackenem Crowdie, Paranussbraten im Blätterteigmantel und mehr 
  • Herbst 2001: Neue Kartoffeln mit  Mangold und Kräuterjoghurt
  • Frühsommer 2001: Auberginen-Bruschetta mit Koriander-Tomatensoße, Chicoreé und Fenchel im Tomaten-Negligé 
  • Frühlingswochen 2001: 7-Kräuter-Suppe, Bärlauch-Pesto
  • Der Start ins Jahr 2001: Buchweizen-Pflanzerl, Grünkern-Karotten-Pflanzerl
  • Weihnachtsgenuß 2000: Baseler Leckerli, Mandelplätzchen
  • Der Herbst: Sanft gemuster Kürbis, Quitten-Quark-Tarte
  • Der Hochsommer: Salatkombination, Wildreis-Gemüse-Salat
  • Der Frühsommer 2000: Rettich-Radieschensalat, Zitronenmelissen-Quark mit Erdbeeren

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