Fasten ist kein Mittel zur fortwährenden Kontrolle oder Reduzierung des Gewichts. Fasten zielt darauf ab, den Körper zu entgiften und zu entschlacken und dann heißt es:

Fasten sei schwierig, essen sei leicht, glauben viele. 
Fasten kann jeder, doch Essen muß man lernen.
Brigittas Download-Rezept für fantastisch, würzige Getreidepflanzerl.

Nach der Weihnachts-Schlemmerei zurück zum basic instinct: Getreide für den Start ins Jahr 2001 

Getreide war das Ur-und Grundnahrungsmittel unserer Vorfahren. 
Wir starten mit einem Gras, dem Knöterichgewächs Buchweizen. Er stammt aus Tibet und China. Die dreikantigen Körnchen erinnerten hierzulande an Bucheckern - und schon hatte er seinen deutschen Namen: Buchweizen. Er schmeckt ähnlich wie Weizen oder Dinkel. Doch: 1. Vorteil: er ist glutenfrei. Menschen, die an Zöliakie leiden können auf Buchweizen ausweichen, wenn sie Brot, Gebäck oder Pfannkuchen wollen. 2. Vorteil: hohe Bindefähigkeit - er ersetzt das Ei. In der Bretagne wird das "ble noir" für die landestypischen galette (dunkle crépes mit pikanter Füllung) verwendet.

Vita-Info: Buchweizen hat einen hohen Gehalt an essentiellen Aminosäuren. Das Lysin ist für Vegetarier wichtig. Eiweiß, Fett und Kohlehydrate sind ähnlich wie bei Weizen. Vitamin B1, Calcium und Magnesium liegen niedriger. 

Buchweizen Pflanzerl  indisch gewürzt  ca. 20 Stück
3/4 l Wasser      Gewürze: Curry, Ingwer, Kurkuma, Masala
2 Gemüsebrühwürfel    1 Teel Sambal oelek
300 Buchweizen     Muskatnuß, Kräutersalz
100 g gehackte Mandeln    Sesamöl und Sonnenblumenöl
2 große Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen  2 Eßl. grüne Kräuter
1 Dose Tartex 125 g (exquisit oder Curry) 

Den Buchweizen und die Hälfte der Mandeln fein schroten. Das Wasser mit den Brühwürfeln aufkochen und das Schrot hineingeben. Unter Rühren aufkochen und zu einem dicken Brei ausquellen lassen. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken, je einen Eßl. der beiden Öle in der Pfanne mischen. In das heiße Fett je eine Messerspitze (oder mehr) der indischen Gewürze geben und einige Sekunden aufschäumen, Zwiebel und Knoblauch zugeben, glasig dünsten. Buchweizenbrei, Zwiebelgewürzmischung, restl. Mandeln, Tartex in groben Stücken in eine große Schüssel geben. Alles gut durchmischen, mit den restlichen Würzmitteln abschmecken. 1 Stunde kühl stellen. Dann mit den Kräutern mischen, Klößchen formen, flach drücken und bei mittlerer Hitze in der Ölmischung knusprig braten. 

Der Dinkel ist eine der Urweizensorten. Emmer oder Einkorn - den schon der Ötzi bei sich trug - die andere. Aus dem unreifen Dinkel wird die Getreidespezialität Grünkern gemacht: Dinkel wird grün geerntet, bei 120° C sanft getrocknet und entspelzt. Grünkern ist von sich aus aromatisch. 
Hildegard-Info: Dinkel ist das beste Getreide. Es ist warm, fett und kräftig, macht rechtes Blut und frohen Sinn. 
 

Grünkern-Karotten-Pflanzerl ca. 20 Stück
1/2 l Wasser      Olivenöl
1 Gemüsebrühwürfel    Kräuter: Oregano, Thymian, Majoran 
200 g Grünkern     Pfeffer, Salz, Hefeflocken
3 Eßl. grobe Haferflocken    2-3 Eßl. Mehl
3 Eßl. Sonnenblumenkerne     2 Eßl. geriebenen Parmesan
1 große Zwiebel, 1 Knoblauch   2 Eier
250 g Karotten      2-3 Eßl. Semmelbrösel

Wasser mit dem Brühwürfel und dem gewaschenen Grünkern aufkochen und 20 min auf kleinster Flamme quellen lassen. Sonnenblumenkerne in der trockenen Pfanne anrösten. Parmesan reiben; Karotten raspeln, Zwiebel und Knoblauch hacken. Olivenöl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch glasig braten, Karotten dazugeben und wenige Minuten weiterdünsten, gehackte grüne Kräuter einstreuen / oder getrocknete daraufrebeln. 
Den Grünkern abgießen, in eine Schüssel geben, mit Haferflocken, Sonnenblumenkernen und der Gemüsemischung vermengen. Etwas abkühlen lassen. Die Eier mit Parmesan verschlagen, unterheben. Mehl und Semmelbrösel untermischen. 1 Stunde durchziehen lassen. Mit einem Löffel nochmal durcharbeiten. Olivenöl in der Pfanne erhitzen, Klößchen abstechen, in der Pfanne flachdrücken und mit dem Löffel nachformen. Kusprig braten, auf Küchenpapier abtropfen. 

Grünkernpflanzerl mit Paprikagemüse

Als Beilage schmeckt eine große Schüssel mit gemischten Blattsalaten: Eissalat, Kopfsalat, Radicchio, Feldsalat, Lollo, garniert mit Frühlingszwiebeln und blättrig geschnittenen Champignons.

Nehmt Euch für diesen Kochmarathon eure Lieblings-CD und ein paar Helfer in die Küche mit. Dann geht es gleich nochmal so gut!                              Eure Brigitta
 


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Alle Rezepte im Überblick:

 
  • August 2005: Traditioneller Apfelstrudel
  • Frühling 2005: Sauerkrautsalat "Liebe Base" und panierte Tofuscheiben
  • Winter 2003/2004: Gemüse Curry, Linsensuppe, gedämpfter Reis
  • Sommer 2003: Stachelbeerkuchen
  • Juni/Juli 2003: Erdbeermenü
  • Ostern 2003: Farbige, wohlschmeckende, gesunde Ostereier
  • Fasching+Fasten: Gemüse-Muffins, würzig und saftig
  • Weihnachten 2002: Heiße Schokolade - Blütentee - Kaffee - Gewürzpunsch
  • Herbst 2002: Rot-gelber Rüben-Salat, Heißes Spinatbrot
  • Sommer 2002: Edelgestreiftes  Früchterondell  im  Grießflammeri  auf Mürbteig 
  • Gemüsefrühsommer 2002: Bulgarisches Salatnest, Blumenkohl-Brokkoli-Auflauf mit bayerischem Mandelkren
  • Wundervolle Gemüsetage 2002:Gebackene Süßkartoffeln mit Hot-Curry-Sauce, Sauerkraut-Konfetti-Salat, Exotische Karoffelsuppe 
  • Frohe weihnachtliche Genießertage 2001: Winter-Salat an gebackenem Crowdie, Paranussbraten im Blätterteigmantel und mehr 
  • Herbst 2001: Neue Kartoffeln mit  Mangold und Kräuterjoghurt
  • Frühsommer 2001: Auberginen-Bruschetta mit Koriander-Tomatensoße, Chicoreé und Fenchel im Tomaten-Negligé 
  • Frühlingswochen 2001: 7-Kräuter-Suppe, Bärlauch-Pesto
  • Der Start ins Jahr 2001: Buchweizen-Pflanzerl, Grünkern-Karotten-Pflanzerl
  • Weihnachtsgenuß 2000: Baseler Leckerli, Mandelplätzchen
  • Der Herbst: Sanft gemuster Kürbis, Quitten-Quark-Tarte
  • Der Hochsommer: Salatkombination, Wildreis-Gemüse-Salat
  • Der Frühsommer 2000: Rettich-Radieschensalat, Zitronenmelissen-Quark mit Erdbeeren