Von meiner großen Reise nach Nepal, die mir einige Wochen Klosterleben und eine ausgedehnte Trekkingtour im Everest schenkte, bringe ich euch ein paar klassische nepalische Rezepte mit. Ihr könnt sie ganz einfach mit unseren einheimischen Lebensmitteln und ein paar exotischen Gewürzen nachkochen. Sie schmecken bestimmt genauso wie in den Klöstern der Himalayas. 

Widme dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen.
Dalai Lama


Brigittas Download-Rezept aus der fantastisch, würzigen und glanzvollen Klosterküche in Kopan in den Hügeln über Kathmandu  im Winter 2003/2004.
 

In Nepal finden wir alle Höhenlagen von 150 m im dschungelhaften terrai bis zu 8848 m auf dem schneebedeckten Gipfel des Everest. Dort oben war ich natürlich nicht! Bis 5600 m habe ich esaber doch gepackt und auch auf der höchsten Lodge in diesem Gebiet noch ein traditionelles „dal bhat mit vegetable curry“ im dining room gegessen. Die mollige Wärme auf 5200 m - trotz Schnee im September - kam vom Ofen, der mit Yak-shit geheizt wurde. 

Traditionsreiches Abendessen
Gemüse Curry - vegetable curry serviert mit Reis und Linsensuppe

Zutaten:
2 TL   Öl
½ TL  Kümmel
½ TL  Koriander
1 TL   frischer, gehackter Ingwer
1 EL  gehackter Knoblauch
½ Tasse rote Zwiebeln gewürfelt
1 Msp.  Turmeric
1 Msp.  Masala Gewürzmischung
1 Msp.  Currypulver
1 Msp.  Chilipulver
2   Lorbeerblätter
2 Tassen  gemischtes Gemüse und mundgerechten Stücken, etwas vorgegart:
  Karotte, Blumenkohl, Broccoli, Squash (oder Zucchini), Brechbohnen
2 Tassen  Kartoffeln, gewürfelt und etwas vorgegart
1 Tasse gewürfelte Tomaten
½ Tasse gewürfelten Tofu
3 Tassen Wasser
Pfeffer, Salz, Sojasoße und Essig

Zubereitung:
Das Öl erhitzen.
Kümmel, Koriander, Ingwer, Knoblauch und Zwiebeln zugeben. Eine Minute mit großer Hitze anbraten und dabei rühren.
Turmeric, Masala Gewürzmischung, Currypulver, Chilipulver und Lorbeerblätter zugeben und gut vermischen.
Nun das Gemüse, Kartoffeln, Tomaten und Tofu zugeben, rühren und 2 min braten. Mit dem Wasser aufgießen und zum Kochen bringen.
Abschmecken mit Pfeffer, Salz, Sojasoße und Essig. 3 –5 min dämpfen lassen.




Linsensuppe – Dal 

Zutaten:
½ Tasse trockene Linsen ( schwarz oder gelb)
2 EL  Öl
½ Tasse  rote Zwiebeln, gewürfelt
1 TL  frischer, gehackter Ingwer
1 EL  gehackter Knoblauch
1 TL.  Turmeric
1 TL.  Masala Gewürzmischung
1 TL.  Chilipulver
4-6 Tassen  Wasser
¼ Tasse  Frühlingszwiebeln gehackt
2 TL  Korianderkraut gehackt

Zubereitung:
Die Linsen im kalten Wasser mehrmals waschen. Mit Wasser bedecken und eine Stunde quellen lassen.
Öl in einer großen Pfanne erhitzen, die Zwiebeln, Ingwer, Knoblauch, Turmeric, und Chilipulver zufügen. Eine Minute scharf anbraten. Die abgeseihten Linsen zugeben und 2-3 min weiterbraten. Wasser zufügen, zum kochen bringen. 
Etwa 30 min kochen oder bis die Linsen weich sind. Falls das Dal zu dick wird, noch etwas Wasser zufügen- 
Erst kurz vor dem Servieren die grünen Zwiebeln und den Koriander untermischen.
 

Gedämpfter Reis - bhat

Zutaten:
2 Tassen  Langkorn Reis
3 Tassen  Wasser

Zubereitung:
Reis 2-3 mal waschen. Kurz abtropfen. 

Reis und Wasser in einen Topf geben. Das Wasser soll 2 cm höher als der Reis stehen.

Ankochen, bis das Wasser und der Reis auf gleichem Niveau sind. Bei schwacher Hitze 12 min bedeckt kochen lassen. Hitze abschalten, dann weitere 15 min ungestört ausquellen lassen. 
Vor dem Servieren mit einer Gabel auflockern. 
 

Ein fast schon heiliges Frühstück aus dem Kloster Kopan

Tibetischer Buttertee
Puja-Brot
Erdnussbutter

Wer hat noch nie vom Buttertee gehört? Läuft es dir schon kalt über den Rücken? Es werden nämlich die schlimmsten Geschmackgeschichten darüber erzählt. Wir gewöhnten uns sehr rasch daran, standen sogar extra am Morgen um 5.00 Uhr auf, um rechtzeitig in der Puja zu sein, in deren Verlauf die kleinen rotgewandeten Mönche den Buttertee und das Pujabrot servierten. 

Tibetischer Buttertee

Zutaten:
7 Tassen  Wasser
1 TL  Teeblätter (Darjeeling oder chin. Tee)
1 Tasse  Milch
1/3 Tasse Butter
1-3 TL Salz

Zubereitung:
Wasser aufkochen. Teeblätter und Milch zufügen und noch mal aufkochen. Butter und Salz zugeben und 2-3 min köcheln lassen. Abseihen und mit dem Schneebesen aufschlagen bis alles gut vermischt ist. 
In einer vorgewärmten Teekanne servieren.

Puja-Brot
Zutaten:
5 Tassen  weißes Mehl
1 TL  Backpulver
1/3 Tasse  Zucker
½ TL  Salz
¾ -1 Tasse Wasser
¼ Tasse Pflanzenöl

Zubereitung:
Mehl auf ein Brett sieben, Salz, Zucker und Backpulver darauf geben. Ein Loch machen warmes Wasser und Öl hineingießen. Mehl mit der Gabel hineinrühren dann den Teig durchkneten bis er glatt ist. Eine Rolle formen, in 10 bis 12 Scheiben schneiden, diese auf etwa 15 cm Durchmesser ausrollen. Überschüssiges Mehl abklopfen. Die runden Platten einzeln in der Pfanne backen. 
Sie sollen sich leicht anfühlen. Wenn sie nicht durch sind, sind sie etwas schwerer. 

In der Puja gibt es die Brote pur. Inden ersten Tagen tauchten wir sie noch in den Buttertee, um uns an seinen Geschmack zu gewöhnen.

Falls von den Broten etwas übrigbleibt, werden sie zum allgemeinen Frühstück serviert. Dazu gibt es dann selbstgemachte Erdnussbutter.
 

Erdnussbutter
Zutaten:
Etwas  Öl für den Wok
2 Tassen  frische Erdnüsse
¼ Tasse Pflanzenöl
½ TL  Salz
1 Prise Zucker (falls gewünscht)

Zubereitung:
Öl im Wok erhitzen, bis es um einen Holzstiel Blasen bildet. Die Erdnüsse zufügen und auf mittlerer Temperatur goldbraun werden lassen. Aus dem Öl nehmen und im Mixer grob durchhacken. Öl, Salz und Zucker gut mit den Nüssen vermischen. Noch mal in den Mixer geben und einigermaßen glatt werden lassen. Nicht zu fein machen, gerade die knusprige Konsistenz macht das interessante aus. Die Erdnussbutter in ein Glas gießen und kühl stellen. 

Serve on pujabread  or chapatis. It’s great!! 

Viel Spaß beim Zubereiten und Essen.
Eure Brigitta

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Alle Rezepte im Überblick:

 
  • August 2005: Traditioneller Apfelstrudel
  • Frühling 2005: Sauerkrautsalat "Liebe Base" und panierte Tofuscheiben
  • Winter 2003/2004: Gemüse Curry, Linsensuppe, gedämpfter Reis
  • Sommer 2003: Stachelbeerkuchen
  • Juni/Juli 2003: Erdbeermenü
  • Ostern 2003: Farbige, wohlschmeckende, gesunde Ostereier
  • Fasching+Fasten: Gemüse-Muffins, würzig und saftig
  • Weihnachten 2002: Heiße Schokolade - Blütentee - Kaffee - Gewürzpunsch
  • Herbst 2002: Rot-gelber Rüben-Salat, Heißes Spinatbrot
  • Sommer 2002: Edelgestreiftes  Früchterondell  im  Grießflammeri  auf Mürbteig 
  • Gemüsefrühsommer 2002: Bulgarisches Salatnest, Blumenkohl-Brokkoli-Auflauf mit bayerischem Mandelkren
  • Wundervolle Gemüsetage 2002:Gebackene Süßkartoffeln mit Hot-Curry-Sauce, Sauerkraut-Konfetti-Salat, Exotische Karoffelsuppe 
  • Frohe weihnachtliche Genießertage 2001: Winter-Salat an gebackenem Crowdie, Paranussbraten im Blätterteigmantel und mehr 
  • Herbst 2001: Neue Kartoffeln mit  Mangold und Kräuterjoghurt
  • Frühsommer 2001: Auberginen-Bruschetta mit Koriander-Tomatensoße, Chicoreé und Fenchel im Tomaten-Negligé 
  • Frühlingswochen 2001: 7-Kräuter-Suppe, Bärlauch-Pesto
  • Der Start ins Jahr 2001: Buchweizen-Pflanzerl, Grünkern-Karotten-Pflanzerl
  • Weihnachtsgenuß 2000: Baseler Leckerli, Mandelplätzchen
  • Der Herbst: Sanft gemuster Kürbis, Quitten-Quark-Tarte
  • Der Hochsommer: Salatkombination, Wildreis-Gemüse-Salat
  • Der Frühsommer 2000: Rettich-Radieschensalat, Zitronenmelissen-Quark mit Erdbeeren
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