Frost geht um im Land, der Schnee verzaubert die Hügel. Da brauchst Du was Warmes - von außen und von innen. Weihnachten mit seiner Plätzchenschar zieht heran. Die wollen natürlich eine nette und fröhliche Begleitung.
 
 

Heute back ich - morgen brau ich - übermorgen hol ich mir Gäste ins Haus.
Frei nach Rumpelstilzchen 

 

Brigittas Download-Rezept für feucht-fröhliche weihnachtliche Grüße 2002
 

Die guten Dinge für die Gesundheit stecken nicht nur im Gemüse, auch ein paar Luxusartikel haben wertvolle Inhaltsstoffe. Mit gutem Gewissen Schokolade verzehren? Kaffee, Tee oder Punsch trinken, ist das nicht kontraproduktiv für die Gesundheit?
"Alles ist Gift, nichts ist Gift," sagt Paracelsus, "die Dosis macht's".
 

Schokolade 
Schon 1502 lernte Columbus die Kakaobohnen kennen, die er allerdings für häßliche, bitter schmeckende Mandeln hielt. Knapp 20 Jahre später konnte Cortez bei den Azteken in Mexiko Xoco-l-atl (bitteres Wasser)  kosten. Xocolatl wurde als kaltes Getränk und auch als Suppe gereicht, die mit Chili und Pfeffer abgeschmeckt war. 
Dem, was wir uns heute unter Schokolade vorstellen, waren diese Speisen sehr unähnlich. 
Und wer hat dann "unsere" Schokolade erfunden? Die Schweizer? Noch nicht ganz, ersteinmal mischten die spanischen Nonnen (im wahrsten Sinn des Wortes) ganz kräftig mit - sie gaben Rohrzucker und Rahm an die bittere Paste. Diese süße Schokolade hielt ihren Zug um die ganze Welt.
Alexander von Humboldt, der große Forschungsreisende des 18. Jh. sagte: Wer eine Tasse Schokolade getrunken hat, der hält den ganzen Tag auf der Reise aus. Warum eigentlich? 
Vita-Info: Das Theobromin im Kakao hat eine leicht anregende Wirkung, es hebt den Serotonin- und Endorphinspiegel (Glückhormon) an. Außerdem setzen die Polyphenole im Kakao die Freien Radikalen außer Gefecht. 
Ende des 19. Jh. "erfand" Rudolph Lindt - ein Schweizer (na endlich) - das Conchieren. Mit Hilfe einer Conchiermaschine wurde die braune Masse gewalzt, geknetet und durchlüftet. Was daraus entstand, ist die Schokolade, die wir heute kennen und lieben - süß und sahnig oder zartbitter, sanft schmelzend und mit vielen Geschmackszutaten wie  Nüssen, Mandeln und Gewürzen versehen.
 

Heiße Schokolade

1 l Milch oder Sojamilch
100 g Zartbitterschokolade (bio)
1/8 l heißes Wasser
1 Prise Chilipulver
Pro Tasse: 1 Klecks halbsteife Sahne und 1 Prise Kakaopulver

Die Schololade in kleine Stückchen brechen und in der heißen Milch langsam auflösen. Das Chilipulver ins heiße Wasser geben. Die heiße Schokolade mit dem Mixstab aufschäumen und ganz langsam das heiße Chiliwasser einfließen lassen. 
Vorsichtig in 4 bis 6 vorgewärmte Tassen gießen. Den Sahneklecks daraufgleiten lassen und mit Kakaopulver dekorieren. Sofort an den Tisch bringen.
 
 

Kaffee
Über den Kaffee gibt es nicht soviel zu sagen. Da wißt ihr selber schon das meiste: Die Araber kennen und genießen ihn schon seit mehr als 1000 Jahren. Nachdem die Türken bei ihrem Rückzug von Wien Kaffeesäcke "vergessen" hatten (oder hatten die Wiener diese schon vorher in Sicherheit gebracht?), entstand bald in ganz Europa - von Wien ausgehend - eine richtige Kaffeekultur. Es gibt aber kein Land in dem soviele Variationen von Kaffee angeboten werden, wie in Österreich: Vom klassischen türkischen Kaffee - im Kupferpfännchen gekocht, zur Kaisermelange mit Eigelb, Honig und Weinbrand bis zum Großen Braunen mit den tradionellen Glas Wasser. 

Kaffeetrinker-Statistik der BRD (alteBL): 
41% mit Milch und Zucker 
23% mit Milch
  6% mit Zucker
10% schwarz
 

Weihnachtlicher Kaffee

3/4 l Wasser
6 Schöpfer Filterkaffee
1 Prise Kardamom, 1 Prise Ingwer, 1 Prise Muskatblüte

Kaffee in der Maschine oder mit dem Filter zubereiten

1/4 l Sahne
1 Teel. Puderzucker 
1 Teel. Zimt 

Sahne mit Zimt und Zucker steif schlagen 
Den Kaffee in breite Tassen gießen und mit dem zimtigen Sahnehäubchen schmücken. 
Evtl. noch etwas Kaffeesahne oder Milch bereitstellen.
 
 

Tee
Die Geschichte des Teetrinkens beginnt mit einer Legende. Der chinesische Kaiser Tsching-nung (2700 v.C.)  pflegte nachmittags in seinem Garten im Schatten eines bestimmten Baumes ein Schläfchen zu halten. Sein Diener brachte täglich eine Schale heißes Wasser und stellte sie vor dem  Erhabenen auf ein Tischchen. Eines Tages fiel vom Baum ein Blatt in die Schale. Der Diener sah es wohl, wagte aber nicht das Blatt zu entfernen. Es war sich der Todesstrafe gewiß: Entfernte er das Blatt, hatte er das Wasser des Herrschers beschmutzt, ließ er es drin, war das Wasser durch das Blatt verunreinigt. In seiner Angst tat er gar nichts. Der Kaiser trank von dem heißen Wasser und fühlte sich wunderbar erfrischt. Er fand das Blatt in der Tasse und zog wohl seinen Schluß daraus. Es heißt er habe gesagt: "Der Tee weckt den guten Geist und die Weisheit. Bist du niedergeschalgen, wird Tee dich ermuntern".   Der Diener durfte übrigens seinen Kopf behalten. 
Der Name te stammt aus dem südchinesischen. Unsere Bezeichnungen weisen auf den Ursprung hin: Tee, tea, thee, thé, té, chai, schai. 
Vita-Info: Die Inhaltsstoffe sind Coffein, das früher auch als Teein bezeichnet wurde, Tannin - der Gerbstoff - der erst nach einer Ziehzeit von über drei Minuten ins Wasser übergeht, Theobromin, Theophyllin und Spurenmineralien wie Fluorid, Vitamine wie Ascorbinsäure, Phantothensäure. 
Informativ  mag sein, daß das Coffein im Tee zwar anregt, aber nicht aufregt. 
Im Kaffee wirkt das Coffein auf Herz und Kreislauf. Im Tee dagegen wirkt das Coffein über die Gehirndurchblutung und eine Erhöhung des Gehirnstoffwechsels. So wäre es vielleicht sinnvoll vor einer sportlichen Herausforderung eine Tasse Kaffee zu trinken vor einer geistigen Nachtwache in Form von Lernen, schriftlicher Arbeit mit hohem Konzentrationsanforderung oder geselligem Beisammensein bei dem Munterkeit und Lebhaftigkeit gefragt ist, ein bis zwei Tassen tee zu trinken. 
 

Zauberhafter Blütentee

1 l Wasser
5 gehäufte Teel. schwarzen Tee mit echten Jasminblüten /oder echten Rosenblüten

Das Wasser sprudelnd kochen. 
Eine feine (chinesische) Teekanne mit heißem Wasser vorwärmen
Die Teeblätter in das Porzellansieb geben und mit dem kochenden Wasser aufgießen. Drei bis vier Minuten ziehen lassen. Dann das Sieb entfernen. Falls ein Teeblättchen in der Kanne schwimmt, ist das für deine Gäste ein Zeichen, daß du wirklich "richtigen" Qualtäts-Tee verwendest und keine Teebeutel. 
Edlen, sanften Tee (Darjeeling oder China) sollte man höchstens mit ein wenig Kandiszucker würzen. 
Sahne paßt eher zu den kräftigen Assamsorten.
Rum gehört zum Ostfriesen - um einen Pharisäer zu machen oder Kluntje und Rahm.. 
Beim grünen Tee läßt die Kennerin das feine Aroma am besten ohne Garnitur zur Geltung kommen.
 
 

Punsch
Nein, Punsch kommt nicht von pantschen, auch wenn auf den Christkindlmärkten manches Gebräu so schmeckt. Erfunden haben den punch die Engländer und zwar Ende des 17. Jahrhunderts. Das Wort ist eine anglo-indische Phantasiebezeichnung. Das Hindi Wort für fünf (panc) zielt auf die fünf notwendigen Zutaten ab: Arrak, Zucker, Wasser oder Tee, Zitronensaft und Gewürze. 
 

Gewürzpunsch

3/4 l Wasser
5 Teel. Rotbuschtee Vanille
1-2 Gewürznelken
1 Zimtstange
1 Stückchen getrockneten Ingwer

Aus diesen Zutaten einen Tee zubereiten und 8 min ziehen lassen

3/4 l naturreinen Apfelsaft 
2 ungespritzte Orangen
2 ungespritzte Zitronen
50g Rohrzucker (Demerara) falls gewünscht

Den Apfelsaft heiß werden lassen;  nicht kochen! Den braunen Zucker im heißen Apfelsaft auflösen.
Orangen und Zitronen heiß waschen und mit der Schale in dünne Scheiben schneiden, diese in ein hitzebeständiges Glasgefäß legen. Den  Tee abseihen und gemeinsam mit dem Apfelsaft daraufgießen. 
Klassisch wird der Punsch mit dem Schöpflöffel ins Glas gefüllt, weil man dann die Zitrusscheiben leichter mitnehmen kann. 
 

Beschwipster Glüh-Punsch
Das gleiche Rezept wie oben doch statt des Apfelsaftes guten Rotwein verwenden. Je voller der Rotwein, desto besser der Punsch. 
Wem das noch nicht stark genug ist, der kann ja noch ein Gläschen Arrak ins Gemisch kippen.
 

Ein gesegnetes und fröhliches Weihnachtsfest und zu Silvester einen guten Rutsch und keinen Kater wünscht Euch Brigitta

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Alle Rezepte im Überblick:
  • August 2005: Traditioneller Apfelstrudel
  • Frühling 2005: Sauerkrautsalat "Liebe Base" und panierte Tofuscheiben
  • Winter 2003/2004: Gemüse Curry, Linsensuppe, gedämpfter Reis
  • Sommer 2003: Stachelbeerkuchen
  • Juni/Juli 2003: Erdbeermenü
  • Ostern 2003: Farbige, wohlschmeckende, gesunde Ostereier
  • Fasching+Fasten: Gemüse-Muffins, würzig und saftig
  • Weihnachten 2002: Heiße Schokolade - Blütentee - Kaffee - Gewürzpunsch
  • Herbst 2002: Rot-gelber Rüben-Salat, Heißes Spinatbrot
  • Sommer 2002: Edelgestreiftes  Früchterondell  im  Grießflammeri  auf Mürbteig 
  • Gemüsefrühsommer 2002: Bulgarisches Salatnest, Blumenkohl-Brokkoli-Auflauf mit bayerischem Mandelkren
  • Wundervolle Gemüsetage 2002:Gebackene Süßkartoffeln mit Hot-Curry-Sauce, Sauerkraut-Konfetti-Salat, Exotische Karoffelsuppe 
  • Frohe weihnachtliche Genießertage 2001: Winter-Salat an gebackenem Crowdie, Paranussbraten im Blätterteigmantel und mehr 
  • Herbst 2001: Neue Kartoffeln mit  Mangold und Kräuterjoghurt
  • Frühsommer 2001: Auberginen-Bruschetta mit Koriander-Tomatensoße, Chicoreé und Fenchel im Tomaten-Negligé 
  • Frühlingswochen 2001: 7-Kräuter-Suppe, Bärlauch-Pesto
  • Der Start ins Jahr 2001: Buchweizen-Pflanzerl, Grünkern-Karotten-Pflanzerl
  • Weihnachtsgenuß 2000: Baseler Leckerli, Mandelplätzchen
  • Der Herbst: Sanft gemuster Kürbis, Quitten-Quark-Tarte
  • Der Hochsommer: Salatkombination, Wildreis-Gemüse-Salat
  • Der Frühsommer 2000: Rettich-Radieschensalat, Zitronenmelissen-Quark mit Erdbeeren

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