Hast du den Anorak schon herausgelegt? Vor den  kühlen Nächten fangen wir uns noch ein paar Nachmittags-Sonnenstrahlen ein. Der rot-gelbe Salat erinnert dich doch irgendwie an die sinkende blutrote Abendsonne, der du noch ein paar wärmende Strahlen abluchst - oder nicht?
 

Widme dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen
Dalai Lama 


Brigittas Download-Rezept für den fröstlich wohlfeilen Gärtnerschmaus im Herbst 2002
 

Die gesunden Rüben 
Heute ziehen wir uns einmal ein paar der vielbenamten Rüben aus dem Garten-Grund. 
Die rote: Rote Rübe, rote Bete, Rahne, Ranna, Rande. 
Die gelbe: Gelbe Rübe, Möhre, Mohrrübe, Karotte, Rübli.
Gerade die Vielnamigkeit  hat uns was zu sagen; aus der wilden Möhre wurde schon in der Jungsteinzeit unsere Möhre kultiviert. Die Rübe wuchs in ganz Mitteleuropa, in jeder Region war sie heimisch und überall erhielt sie ihren besonderen Namen. 
Vita-Info: Rote Rübe enthält Zucker und Eiweiß. Mineralstoffe: Calcium, Kalium, Magnesium, Vitamine der B-Gruppe, Folsäure und Vitamin C.
Gelbe Rübe enthält Beta-Carotin und Pektin (wichtig als Quellmittel im Darm) Kalium, Calcium, Eisen, Vitamin K (Blutgerinnung) und Folsäure. 

Erwähnenwert ist, daß Nitrat in den roten Rüben enthalten ist. Um es zu neutralisieren, macht man sie mit Vitamin C-haltigen Früchten (Zitrusfrüchten, Äpfeln, Bananen) an. Die enthaltene Oxalsäure behindert die Aufnahme von Calcium etwas. Aber keine Sorge, wir wollen ja die rote Rübe nicht zu unserem Haupt-Lebensmittel machen. Darum sollte man sie vorwiegend in der Mischung  auf den Tisch bringen, damit von verschiedenen Mineralstoffen etwas in der Nahrung ist. 
Die Energieströmung der Wurzeln spielt auch noch eine Rolle. Das Wurzelgemüse erdet uns, es stellt uns mit beiden Beinen fest auf den Boden. 

Alle Rezepte wieder für vier Personen. 

Rot-gelber Rüben-Salat
250 g rote Rüben
250 g gelbe Rüben
1 große rosa Grapefruit
1 Chicorée
1 Banane
1-2 El Distelöl
1-2 Teel. Apfelessig oder Ztronensaft
je 1/4 Teel. Dijonsenf und Meerrettich (aus dem Glas)
weißer Pfeffer, Muskat, etwas Salz und Zucker, 1 Spritzer Worcestersauce

Alle Rüben waschen und dünn schälen. Die rote Farbe geht mit heißem Wasser und Zitronensaft problemlos von den Händen. 
(Mit der Maschine) Grob raspeln, in der Salatschüssel mit Salz und Zucker mischen.
Die Grapefruit schälen, in Spalten teilen, filetieren, in kleine Stücke schneiden und unter die Wurzeln heben.
Die Salatsoße zubereiten, gut durchschlagen und unterheben. Etwa 1 Std. ziehen lassen.

Jetzt die Brote vorbereiten - siehe Rezept. 

Vom Chicorée einzelne Blätter lösen, waschen und trockenschwenken. 
Die Banane in dünne Scheiben schneiden. 
Den Salat auf vier Teller verteilen. Die Chicoréeblätter strahlenförmig anordnen. Mit den Bananenscheiben einen Kranz auf den roten Salat legen. 

Dazu gibt es: 

Heißes Spinatbrot
1 große Zwiebel, 1-2 Knoblauchzehen
1 El Distelöl
300 g jungen Tiefkühl-Spinat (kein Rahmspinat, er ist zu fett und kalorienreich)
100g Tofu
Salz, Pfeffer, Muskat
2 runde toskanische Ölbrote oder 2 türkische Fladenbrote/Pitta
4 El Ajvar feurig-scharf
50 g Bergkäse in dünnen Streifen

Das Backrohr auf 150° C vorheizen. 
Die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln, in Distelöl anbraten und den aufgetauten Tiefkühlspinat dazugeben, ein paar Minuten dünsten.  Die entstehende Flüssigkeit soll einkochen, doch der Spinat soll seine Farbe noch behalten. Mit den Gewürzen abschmecken. Den Tofu fein würfeln und dazugeben. 

Die Brote quer durchschneiden und dann halbieren, so daß 8 halbe Brotscheiben entstehen. Jedes Brotstück mit  Ajvar bestreichen, das Spinatgemüse dick daraufgeben. 
Die Käsestreifen dekorativ auflegen und auf einem Backblech (mit Backpapier ausgelegt) ca. 10 min backen. 

Den Salat (siehe oben) anrichten und alles zusammen servieren. 

Viel Spaß und guten Appetit bei diesem leichten Mittag- oder Abendessen. 
 
 
 

Eure Brigitta 
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Alle Rezepte im Überblick:

 
  • August 2005: Traditioneller Apfelstrudel
  • Frühling 2005: Sauerkrautsalat "Liebe Base" und panierte Tofuscheiben
  • Winter 2003/2004: Gemüse Curry, Linsensuppe, gedämpfter Reis
  • Sommer 2003: Stachelbeerkuchen
  • Juni/Juli 2003: Erdbeermenü
  • Ostern 2003: Farbige, wohlschmeckende, gesunde Ostereier
  • Fasching+Fasten: Gemüse-Muffins, würzig und saftig
  • Weihnachten 2002: Heiße Schokolade - Blütentee - Kaffee - Gewürzpunsch
  • Herbst 2002: Rot-gelber Rüben-Salat, Heißes Spinatbrot
  • Sommer 2002: Edelgestreiftes  Früchterondell  im  Grießflammeri  auf Mürbteig 
  • Gemüsefrühsommer 2002: Bulgarisches Salatnest, Blumenkohl-Brokkoli-Auflauf mit bayerischem Mandelkren
  • Wundervolle Gemüsetage 2002:Gebackene Süßkartoffeln mit Hot-Curry-Sauce, Sauerkraut-Konfetti-Salat, Exotische Karoffelsuppe 
  • Frohe weihnachtliche Genießertage 2001: Winter-Salat an gebackenem Crowdie, Paranussbraten im Blätterteigmantel und mehr 
  • Herbst 2001: Neue Kartoffeln mit  Mangold und Kräuterjoghurt
  • Frühsommer 2001: Auberginen-Bruschetta mit Koriander-Tomatensoße, Chicoreé und Fenchel im Tomaten-Negligé 
  • Frühlingswochen 2001: 7-Kräuter-Suppe, Bärlauch-Pesto
  • Der Start ins Jahr 2001: Buchweizen-Pflanzerl, Grünkern-Karotten-Pflanzerl
  • Weihnachtsgenuß 2000: Baseler Leckerli, Mandelplätzchen
  • Der Herbst: Sanft gemuster Kürbis, Quitten-Quark-Tarte
  • Der Hochsommer: Salatkombination, Wildreis-Gemüse-Salat
  • Der Frühsommer 2000: Rettich-Radieschensalat, Zitronenmelissen-Quark mit Erdbeeren

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