"Staade Zeit" im Kloster Armstorf 











Der Ort und die Umgebung
Das Dörfchen Armstorf mit etwa 600 Einwohnern gehört zur Gemeinde St. Wolfgang, eingebettet in zwei flache Hügelketten, deren Talgrund die Goldach durchfließt. (Bahnstation Bhf. Dorfen).

Wasserburg: Die alte Hallgräfliche Stadt, vom grünen Innstrom halbinselförmig umschlossen, entstand schon vor dem 11. Jh. Das mittelalterliche bis barocke Gepräge der vornehmen Häuser zeugt vom Wohlstand, den der Salzhandel brachte. 

Dorfen: Bereits 773 wird der Ort urkundlich erwähnt. Der Markt im Tal der Isen besaß einst vier Stadttore - drei sind noch vorhanden. Vielbesucht war die Wallfahrtskirche "Maria Himmelfahrt" weithin sichtbar am Stadtberg. Aufgrund der vielen Wallfahrer besaß Dorfen einst sechs Brauereien, zahlreiche Gasthäuser und Herbergen.
 

Die Unterkunft
Kloster Armstorf (500 m), religiöses Bildungshaus der Franziskanerinnen von Au
Gastgeberin: Oberin Sr. Annunciata und Schwestern 

Dorfenerstraße 12, D-84427 St. Wolfgang, Tel. 08081-3038; Fax -8972
Fastenverpflegung z.T. aus eigenem Garten und vom Bioladen Tagwerk.
Gutshaus aus dem 18. Jh. Modernisierte Einzelzimmer mit Dusche und WC; viele mit Südbalkon.
Klosterkirche, Meditationsräume, Kapellchen im Garten, Wiese und eigenes Wäldchen.
email: bildungshaus-armstorf@t-online.de
 
 

Schwester Annunciata, die Oberin und Managerin des Klosters
(Foto: Phillip Kufner)
 
 


Kloster Armstorf - Bildungshaus der Franziskanerinnen von Au mit der Fastengruppe  vom Dezember 2007 (Foto Phillip Kufner)
 
 


Oberin Sr. Annunciata, Schwester Pia und Schwester Aloisia 

Die Wanderungen
Es mag recht verwegen scheinen, das Herz Altbayerns als die "oberbayerische Toskana" anzupreisen. Begründet ist diese Aussage wohl mit dem milden Klima und der unberührten Naturlandschaft. Auf den bewaldeten Hügeln stehen die Gutshöfe und Kapellen so zahlreich wie in der Toskana die Burgen, Rundherum gibt es Kunstschätze aus Romanik und Gotik. Der Chiemsee, das bayerische Meer, mit den umrahmenden Bergen ist nur eine Autostunde entfernt. 
 
 

Am Pestkreuz - Wanderung von Armstorf nach Isen 
(Foto: Phillip Kufner)




Zum Advent, in Bayern die "staade (stille) Zeit" genannt, gehörte Fasten und innere Einkehr. Genau diese Stille, nach der wir uns doch alle sehnen, spüren wir im Kloster; weitab von Hektik atmen die klösterlichen Räume diese Ruhe. So eine adventliche Fastenwoche gibt Distanz und senkt den Stresspegel. Die Gäste (aller Glaubensrichtungen) des Hauses sind auch herzlich zu den Gottesdiensten und zum täglichen Vespergebet der Schwestern eingeladen.

Das moderateste all meiner Fastenwander-Angebote - leichte Hügel, durchschnittlich 8 - 12 km (1 x 16 km) Wanderstrecke.
Wir wandern zum Weihnachtsmarkt nach Algasing;

Und ab und zu regnet es mal. (Foto Phillip Kufner)




Auto-Fahrt nach Attelthal. Bei der Wanderung am verschilften Altwasser durch den mystischen Auwald und am Inn entlang erschließt sich Wasserburg romantisch vom Fluß her. Kirche St. Jakobus, der Heilige der Pilger (und Fastenwanderer?). Freizeit/Stadtbummel: Laubengänge und Architektur aus Romanik, Gotik und Barock. Stadtblick auf das "italienische Flußufer". 

Jakobus, der Heilige der Pilger und Fastenwanderer? (Foto: Phillip Kufner)
 
 

Pause am Spielplatz in Wasentegernbach - Wanderung von Schwindegg nach Armstorf (Foto: Phillip Kufner) 
 
 
 
 

Wir streifen durch die nahen Wälder und verweilen in der zauberhaften Aue der mäandernden Isen. In Isen besuchen wir die romanische Kollegiatsstiftskirche St. Zeno, deren Herzstück die Krypta ist. 

Die Kirche  von Lindum, soll nach dem Willen der Dorfener keine Autobahnkapelle werden, doch was wird geschehen? 
 

Die Kirche von Lindum mit dem kleinen Friedhof (Foto: Uwe Naujoks)

Brigitta erzählt die Legende vom Schweinskopf (Foto: Uwe Naujoks)
 
 

Nicht nur Wandern ist angesagt, sondern auch andere Körperübungen. Dehnen, strecken und recken, damit die Muskulatur geschmeidig bleibt. 
 
 

Stretching und Yoga mit Fitnesstrainerin Anita (Foto: Uwe Naujoks)

Hoch die Beine - strecken - strecken - und - entspannen (Foto: Uwe Naujoks)

Rücken dehnen - dehnen - und - loslassen (Foto: Uwe Naujoks)

Entspannt und fröhlich. 

Gleich gibt's den Saft (Foto: Uwe Naujoks)

Brigitta bereitet  frischgepreßten Möhren-Apfelsaft zu. Die fleißigen Helfer zum Obstschneiden sind schon verschwunden. (Foto: Phillip Kufner) 
 
 

                    In der neuen Küche agiert eine neue Küchenchefin.  

Die Fastengruppe freut sich auf die feinen Suppen aus den frischen Gemüsen (Foto: Phillip Kufner) 

Welche Farbenpracht !
 Eine verführerisch duftende Brühe wird das Ergebnis sein, das den Tag der Fastenden abrundet.
(Foto. Phillip Kufner)
 
 
 

                             Sieh mal an, wie es allen schmeckt. 
                                         Da bleibt kein Tropfen übrig. 
                             (Foto: Phillip Kufner) 
 

Am freien Tag 
fährt - wer Lust auf vollkommene Entspannung hat - zum Baden und Saunen in die Therme Erding (ausgezeichnet mit dem Kreativpreis 1999).

                                                         oder

lässt sich bei Heike von einer ayurvedischen Massage verwöhnen. 
 

Wie schnell vergeht eine Woche? Das Fasten wird im Winter mit einem duftenden Bratapfel beendet. 
(Foto: Phillip Kufner)


 

Die Schalen sind leer. Die Mägen gefüllt. Die Fastenden sind zufrieden und fröhlich. (Foto: Phillip Kufner)


 
 

Staade Zeit, schöne Zeit

Alljährlich trifft eine Gruppe hier  im Kloster Armstorf ein,
um zu Fasten und zu Wandern, das macht nämlich denn Körper rein.
Diesmal waren es zwölfe an der Zahl, die sich dazu entschieden haben,
der festen Nahrung zu entsagen und sich an Saft, Suppe und Tee zu laben.

Brigitta als Oberfastenwanderleiterin kennt sich hier aus im Schlafe fast,
weiß sie doch die besten Wege zu Kirchen und schönen Plätzen für die Rast.
Der erste Tag, ihr glaubt es kaum, dient nicht etwa der Entspannung pur,
nein, gleich heißt es Laufen für den „letzten Apfel“, genossen in Mutter Natur.

Am nächsten Tag stand  „Weihnachtsmarkt in Algasing“ auf der Liste,
für den ersten Tag war es grad das richtige, nicht zu anspruchsvoll die Piste.
Den ganzen verlockenden Würsten, Brezeln und Likören haben wir widerstanden,
und uns lieber an Wasser und Tee gehalten, welchen wir im Rucksack fanden.

Die Nacht war immer früh zu Ende, denn Meditation und Chi Gong war angesagt,
und danach wurde bei Tee und Saft  besprochen, was jeden denn so plagt.
Ob Stress beim Einlauf, Müdigkeit oder sonstige Probleme, die man nannte,
Brigitta oder irgendjemand aus der Gruppe eine gute Abhilfe meist kannte.

Tags drauf wurden Treppenstufen zur ernsthaften Bewährungsprobe für die Beine,
„und immer in den Po hineinarbeiten“, erklärte uns Anita, unsre süße  Kleine.
War Wasserburg dann endlich erreicht, so nach gefühlten drei bis vier Stunden, zogen wir los, um weniger die Stadt als das „Café Obermaier“ zu erkunden.

War die Wanderung am späten Nachmittag mit Ach und Weh dann überstanden,
so wartete meist schon der Tee auf uns, den wir im Grupperaum dann fanden.
Zur Abwechslung gabe es leckeres Ingwer Wasser statt des Tees zum Genießen
die starke „Mischung“ brachte Philipp und mich jedoch fast zum Verdrießen.

Am Abend erzählte Brigitta selbst geschriebene Geschichten, die zu Herzen gingen,
oder es spielte Pablo virtuos auf der Gitarre und ließ seine Stimme sanft erklingen. 
Einige saßen entspannt im Yoga Sitz auf Teppichen im Kreise um eine Kerze rum,
die anderen lauschten sitzend, liegend, teils leise schnarchend dann ganz stumm.

Schließen möchte ich dieses kleine Gedicht nun mit viel Dank an alle Helferlein,
die uns den Aufenthalt verschönten und kredenzten Tee, Saft und Suppe fein.
Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und blicke schon voraus so weit,
bis es dann wieder heißt: Auf nach Kloster Armstorf zur „Staade Zeit, schöne Zeit“.

                                                     von Uwe Naujoks, Armstorf, 7. Dezember 2007







Die Meditationsräume des Klosters laden ein zu Stille, Meditation, Qi Gong, Entspannung und Mandala malen: Auch das Singen mit den Schwestern gehört traditionsgemäß dazu. 

Pablo kommt manchmal vorbei und verzaubert die Fastengruppe mit seinem Gitarrenspiel.
 


Pablo Hernandez spielt für uns südamerikanische Rhythmen (Foto: Phillip Kufner) 

In unserem gemütlichen Aufenthaltsraum liegen Fasten- ujnd Kochbücher auf. Wir können über Probleme und über Träume sprechen und wir werden auch auch fröhlich sein! Das Lachen und die gute Laune der Fastenwandergruppe setzt die anderen Hausbewohner oft in Erstaunen.

Seit 2004 wird Euch eine ayurvedische Masseurein an drei Tagen verwöhnen. Preise sind zu erfragen. 
 
 
 
 
 

Die Wanderungen
Höhenunterschiede: keine bis zu 100 m; 
Wanderstrecken: 8 bis 12 km, 1 x 15 km ; ca 3 bis 4 Std.; (Besichtigungs-) Pausen.

Die Anfahrt
Bahn: DB München - Mühldorf / bzw. Landshut - Mühldorf (Umstieg) - Dorfen. Der Bhf Dorfen liegt 2 km von Armstorf entfernt. Abholung mit dem Auto oder auch Fußweg, falls Ihr wollt.
Auto: Von Süden (München) B 388 bis Erding, dann B 15 nach Dorfen / Armstorf. Von Norden (Nürnberg/ Regensburg) A 3 und A 93, dann B 299 bis Landshut, B 15 nach Dorfen / Armstorf.